Fallbeispiele

Fall 1: Magengeschwür

Hier sehen Sie ein 5mm kleines Magengeschwür (Bild 1). Durch den Einsatz von CVC und Zoom wird eine deutlich bessere Darstellung des Geschwürs und der umgebenden Begleitentzündung erreicht (Bild 2). Die optische Biopsie aus dem Ulcus-Grund und -Rand ergab keinen Anhalt für Bösartigkeit.

Fall 2: Flaches tubuläres Adenom des Dickdarmes

In diesem Fall wäre der behandlungsbedürftige Befund einer normalen videoendoskopischen Untersuchung wahrscheinlich entgangen: Die hochauflösende Aufnahme des Zoomendoskopes lässt in der Übersicht (Bild 1) trotz geringer Restverunreinigung eine leichte Wandunregelmäßigkeit erkennen.
Nach Spülung (durch das Endoskop) erkennt man durch den Einsatz von CVC und Zoom eine flache Wandinfiltration durch ein tubuläres Adenom (Bild 2). Die Zellart solcher Adenome entspricht der von behandlungsbedürftigen Darmpolypen, durch ihre flache Struktur sind sie allerdings schwerer zu diagnostizieren. Bild 3 zeigt zum Vergleich einen unauffälligen Darmabschnitt. In der selben Sitzung konnten wir Biopsate zur histologischen Sicherung der Diagnose entnehmen und anschließend das Adenom mit Argon-Plasma behandeln.

Fall 3: Anale Blutung bei Strahlenproktitis

Hier besteht ein Zustand nach Strahlentherapie wegen Prostatakrebs vor einem Jahr. Jetzt klagt der Patient über Blut im Stuhl. Auf der Übersichtsaufnahme des Enddarmes sind nur wenige Blutspuren zu erkennen (Bild 1). Die Blutungsquelle bleibt allerdings zunächst unklar.
Eine Blutung aus Hämorrhoiden konnten wir sowohl proktoskopisch als auch zoomendoskopisch ausschließen (Bild 2).
Die Darstellung des Areals mit virtueller Färbung und Zoomeinsatz zeigt neben normalen Darmwandgefäßen (Bild 3) auch aneurysmatisch erweiterte Kleingefäße (Bild 4 und 5), die durch Mikrorisse zu Blutungen in der Darmwand führen (Bild 6). Diese Gefäßveränderungen sind höchstwahrscheinlich eine Spätfolge der Strahlentherapie.

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